Stadtmuseum

Stadtmuseum

Das Radolfzeller Stadtmuseum ist in einer ehemaligen Apotheke aus dem Jahre 1689 untergebracht. Die Pharmaziegeschichte des Hauses ist an verschiedenen Stellen verdeutlicht. Die Geschichte der Stadt Radolfzell wird in speziellen Themeninseln abgehandelt.


Über 100 Jahre Museumstradition in Radolfzell

"Bei uns bleibt Geschichte lebendig“ - unter diesem Motto steht das Stadtmuseum Radolfzell, das in der ehemaligen Stadtapotheke aus dem Jahr 1689 untergerbacht ist. Die originale Offizin aus der Biedermeierzeit, die Kräuterkammer und andere vor Ort erhaltene Apothekenräume versetzen den Besucher in vergangene Zeiten der Pharmazie. Spannende Themeninseln illustrieren wichtige Episoden aus der ereignisreichen Vergangenheit Radolfzells. Das im Dezember 2015 neu eröffnete Kuriositätenkabinett mit dem originalen „Seehäsle“, Werbung aus der Hölle und mysteriösen Knochenfunden regt dazu an, Spannendes und Geheimnisvolles in der Ortsgeschichte zu entdecken. Baufenster geben Einblick in die 300jährige Hausgeschichte. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen die Inhalte und werfen ein Licht auf aktuelle Themen. Das Museum ist ein Ort für alle Generationen. Ein reiches Veranstaltungsangebot vom Kindergeburtstag bis zur Kostümführung bringt Leben ins Haus. Ob Apothekenwesen, Stadtgeschichte oder Sonderausstellungen – das Stadtmuseum Radolfzell ist immer einen Besuch wert.

Apothekengeschichte

Die Radolfzeller Stadtapotheke ist ein Patrizierhaus von 1688/89. Auf dem Erker ist die Geschichte des Hauses in Sgraffititechnik dargestellt. Die Apotheke wurde bevor sie zu einem Museum wurde, nur von drei Familien durch mehrer Generationen geführt.

Neu: Mittelalterliches Radolfzell

Einen komplett neuen Teilbereich präsentiert das Stadtmuseum Radolfzell ab 2017: In der stadtgeschichtlichen Ausstellung wurde ein neuer Raum eröffnet, der mit spektakulären Objekten und Visualisierungen das mittelalterliche Radolfzell thematisiert – ein echter „Hingucker“ für Familien, Mittelalterfans und historisch Interessierte. Zu sehen gibt es unter anderem die älteste Abschrift der Stadterhebungsurkunde aus dem Jahr 1267 sowie einen äußerst spannenden Fund, der im Juni 2016 gemacht wurde – eine sechs Meter lange Wasserleitung aus Holz.

Sonderausstellung: Ein Jahrhundert Schiesser

22. April bis 29. Oktober 2017 Im Jahr 1875 entschloss sich Jacques Schiesser, seine kleine Weberei in der Schweiz aufzugeben und in Radolfzell einen neuen Betrieb zu gründen – der Beginn einer langen und fruchtbaren Partnerschaft. Das Stadtmuseum erzählt von dieser gemeinsamen Geschichte und bietet Einblicke in vergangene Zeiten. Schiesser prägte nicht nur das Wirtschaftsleben der Stadt, sondern auch ihr Aussehen – dies wird man in der Ausstellung an einzigartigen Inszenierungen bewundern können.

Seehäsle
Seehäsle

Kuriositäten-Kabinett

Ein historisches Konzept modern interpretiert: Vorbild waren die sogenannten "Wunderkammern" oder Kuriositätenkabinette des 17. und 18. Jahrhunderts, die von Fürsten und Gelehrten zusammengestellt wurden und den Blick der Zeitgenossen weiteten. Sie waren die Keimzellen, aus denen später die Museen hervorgingen. Unser Kabinett zeigt ausschließlich Objekte, die eng mit der lokalen Geschichte verbunden sind. Hier begegnen Sie dem "Seehäsle", einer Hasenfigur aus glasiertem Ton - der Sensationsfund der Ausgrabung am Österreichischen Schlösschen 2012. Werbung aus der Hölle, mysteriöse Knochenfunde und andere Fundstücke regen dazu an, Spannendes und Geheimnisvolles in der eigenen Geschichte zu entdecken - und präsentieren einen Querschnitt aus dem Sammlungsinhalt des Bereichs Stadtgeschichte.

Geschichte

1906 beschloss der Radolfzeller Gemeinderat, ähnlich wie an anderen Orten des Landes bereits geschehen, eine „Altertümersammlung“ einzurichten. Am 1. Mai 1907 erfolgte die offizielle Eröffnung der Sammlung im Österreichischen Schlösschen (jetzige Stadtbibliothek). Das Interesse daran erlahmte jedoch mit der Zeit. Zur 1100-Jahr-Feier 1926 konnte die Altertümersammlung aus einem „Dornröschenschlaf“ erwachen. Ab 1936 trug sie die Bezeichnung „Heimatmuseum“. Die Bestände umfassten Exponate aus der Ur- und Frühgeschichte, Haus- und Handwerksgeräte, die stadtgeschichtliche Sammlung, Skulpturen und Gemälde. Das heutige Stadtmuseum hat 2006 in der Alten Stadtapotheke seinen Ausstellungsbetrieb aufgenommen.

Apothekengeschichten: Offizin und Labor
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